Film „Mein Liebhaber, der Esel & ich“
Rezension auf epd-Film
Filmisch geschickte Inszenierung eines früheren Theaterstückes von demselben Autor, der das Drehbuch für den Film verfasst hat. Der Zuschauer weiß nicht immer, was gerade Realtiität ist oder nicht, in welcher Wohnung er sich gerade befindet, wer die wechselnden Personen sind, die der Hauptfigur begegnen und wann was genau geschah. So muss sich ein an Demenz erkrankter Mensch fühlen.
Rezension in der Süddeutschen Zeitung
Rezension auf faz.net
Rezension in DIE ZEIT
Rezension auf Film-Rezensionen.de , darin die treffende Zusammenfassung: „Wo andere Filme zu dem Thema die Hilflosigkeit der Angehörigen betonen, die einen geliebten Menschen vor den eigenen Augen verschwinden sehen, da verdeutlicht The Father den Horror, selbst in der Welt verloren zu gehen. Kaum etwas in der Geschichte hat Bestand, nicht Ort und Zeit, nicht die Menschen. Längst verstorbene Familienmitglieder tauchen wieder auf, Identitäten werden ausgetauscht, bis man am Ende nicht mehr genau weiß, wer noch wer ist – oder wer man selbst ist.“ (Abruf am 2.11.2021)
Rezension auf rbb-online
Natürlich dürfen sich alle lobend über Anthony Hopkins äußern, aber das Interessanteste und Überraschendste an dem Film ist dessen Konzeption, die den Zuschauer nach und nach verwirrt und verwirrt zurück lässt. Das herzergreifende Ende (des Films, nicht des Patienten) berührt zusätzlich.
Serienkritik bei tittelbach.tv
Christiane F. -Darstellerin Nata Brunckhorst heute (stern 2021)
Hintergrundartikel zur Biographie von Christiane F. (F.A.Z. 2008)
Wer Helene Zengel in „Systemsprenger“ gesehen hat, wird der Versuchung kaum widerstehen, sich die 12-jährige im Western „Neues aus der Welt“ an der Seite von Tom Hanks anzuschauen. Statt im Kino ist der Film nun bei netflix gelandet, besser dort als gar nicht, obgleich man sich von den weitschweifenden Landschaftsaufnahmen lieber auf einer großen Leinwand hätte beeindrucken lassen. Und wer dann anfangs verhalten reagiert oder sogar enttäuscht ist, weil die Handlung doch sehr bedächtig beginnt und bald klar ist, worauf die Grundkonstellation „Alter Mann trifft Waisenkind“ hinausläuft, wird sich nach einer Weile der Ruhe und Eindringlichkeit des Films nicht entziehen können – auch wenn er kein Wildwest-Fan ist. Und dann entwickelt sich eine überraschende Aktualität, mit der man nicht gerechnet hat: Rassenkonflikte, Gewalt und totalitäre Dorfstrukturen, die die Rezensentin der FAZ nicht zu Unrecht auf aktuelle Konstellationen in den USA bezieht, außerdem eine, zugegeben: extreme Kindeswohl- und Erziehungsthematik, in deren Zentrum Helene Zengel jedoch ganz anders agiert als bei ihrem so spektakulären ersten Filmerfolg.
zum faz.net-Artikel von Ursula Scheer: Kindermund schluckt Blei, falls nötig“ (10.2.2021)
zum Artikel auf film-rezensionen.de
Hermine Huntgeburths Filme haben immer etwas Besonderes. So ist es auch mit dem neuen Werk „Ruhe! hier stirbt Lothar“. So ungewöhnlich der Titel, so ungewöhnlich die Hauptperson, so gewöhnlich dessen Umfeld: ein Fliesenfachgeschäft. Der Zuschauer merkt aber gleich, dass Lothar dort nicht am richtigen Platz ist. Er wirkt eher wie ein absonderlicher Buchhändler, der seine Verkaufsobjekte (Fliesen, nicht Bücher) geradezu lyrisch beschreibt und abgöttisch liebt. Und während Hauptfigur Lothar Kellermann einerseits nicht gerade ein Menschenfreund zu sein scheint, spielt er liebevoll mit seinem Hund im Park. Dann wird eine unheilvolle medizinische Diagnose zum Anlass für eine tiefgreifende Lebensänderung.
Filmbeschreibung auf wikipedia
Kompletter Film in der ARD-Mediahtek
Aus drei zunächst nicht miteinander verbundenen Erzählsträngen besteht der Film „Adu“. So macht einerseits die frage die Spannung aus, wann und wie die Handlungen zusammen finden (Sie tun es am Ende!), andererseits ist jede Story für sich so ereignisreich und raffiniert erzählt, dass die Zeit für den Zuschauer wie im Fluge vergeht. (netflix)
Mit Sciene fiction Filmen werden gewöhnlich wilde Weltraumabenteuer mit rasanten Raumschiff-Fahrten und extremen Explosionen verbunden. Nicht so in der aktuellen Netflix-Produktion „The Midnight Sky“. George Clooney hat hier eher einen ruhigen, um nicht zu sagen: zu ruhigen Film kreiert, denn das große Problem dieser außerweltlichen Handlung ist die Funkstille: der nicht herstellbare Kontakt zwischen der Erde und einem im All befindlichen Raumschiff, das sich auf der Rückreise befindet.
Informationen im Wikipedia-Artikel
Es gibt ja unterschiedliche Gründe, warum Filme an Weihnachten ins Kino kommen. Naiv ist, wer denkt, dass dies nichts mit Kommerz zu tun hat. Erst recht nicht, wenn der Disney-Konzern dahinter steckt. Im Falle des gerade auf der Streaming-Plattform der amerikanischen Produzenten zu sehenden neuen Films „Soul“ ist dies einerseits nur allzu schnell offensichtlich, andererseits steckt auch eine weihnachtliche Botschaft darin – die allerdings nicht verraten werden soll, um das umfassende Vergnügen beim Anschauen nicht zu verderben.
Eine Information darf gegeben werden. Im Gegensatz zum Titel ist nicht der Soul, sondern der Jazz das musikalische Hauptthema des Animationsfilms, der sich anschickt, neben der technischen Perfektion auch an die inhaltliche Qualität von „Findet Nemo“ anzuschließen.
Informationen im Wikipedia-Artikel zum Film